Camperreise Italien durch die Marken, Abruzzen, San Marino, Vatikan und Rom

Camperreisen mit Familie, Camping am Wasser, Fahrzeuge & Technik, Reiseberichte
Alle Regionen, Italien

Steckbrief

Wer:

Familie Jenzer – Mutter und Vater mit zwei Töchtern im Teenager-Alter

Reisedauer:

2 Wochen

Jahreszeit:

Herbst

Routenlänge:

2’440 Kilometer

Route:

Gebertingen (SG)  Provinz Como RiminiSan MarinoAbruzzenRomToskana Cremona Gebertingen (SG)

Inhaltsverzeichnis

Im von der Corona Pandemie bestimmten Jahr 2020, weltweiten Lockdowns und starken Reiseeinschränkungen sind wir froh, als Familie über einen gut ausgestatten VW Camper zu verfügen und so ein grosses Stück Freiheit und Flexibilität zu besitzen. In den Herbstferien das Meeresrauschen zu hören, vor dem Wintereinbruch die wärmende Sonne nochmals auf der Haut zu spüren, gutes italienisches Essen lokal zu geniessen und als Nomaden im VW Camper einfach «loszuziehen» – dieses Lebensgefühl gewinnt unter diesen äusseren Umständen noch mehr an Attraktivität. Obschon wir in diesen Camperferien nur unser südliches Nachbarland Italien besuchen, wird daraus ein 3-Länder-Trip. Aber mehr dazu in diesem Artikel.

Unser Campingfahrzeug: VW Camper von CITYPEAK CAMPERS

CITYPEAK CAMPERS ist seit Jahren auf die Vermietung von jährlich werksneuen VW T6.1 California Campers spezialisiert und stattet zwei von fünf  Fahrzeugkategorien zusätzlich mit Luftfahrwerk und Gepäcklastenauszug aus. Ein Komfort, den wir als Familie mit zwei Teenagern nicht missen möchten. Wir holen unseren privaten VW T5 Camper frisch ab getätigtem Service an unserer Camper-Mietstation Gebertingen am Ricken (SG) ab und laden unser Gepäck um. Schön, dass wir wie unsere Mietkunden den eigenen PKW während den Ferien kostenlos am Standort parkieren können und so keine unnötige Ferienzeit durch das nach Hause fahren und packen zu verlieren. Nach wenigen Fahrminuten ist man mit dem VW Bus bereits auf der Autobahn Richtung Süden unterwegs. Die auf VW Camper spezialisierte Vermietfirma CITYPEAK CAMPERS bietet zwischenzeitlich sechs Vermietstationen in der Deutschschweiz an mit weiteren Standorten nahe Luzern, bei Basel, in Bern auf dem TCS-Campingplatz Eymatt sowie in Biel und Oensingen im Kanton Solothurn. 

Wie auch alle in der Vermietung angebotenen Camper ist unser privater VW Bus mit Allrad und Anhängerkupplung ausgestattet. Bis zu vier Fahrräder können so bequem mitgeführt werden. Für unsere Reise in den Süden lassen wir diese jedoch zu Hause. Wichtig für diese Jahreszeit ist uns zudem, eine gute Klimaanlage für warme Tage und eine Standheizung für kühle Nächte integriert zu haben. 

Der Camper verfügt über einen gut funktionierenden Kühlschrank und bietet selbst für eine vierköpfige Familie genügend Platz, um Lebensmittel haltbar zu lagern. Eine komplette Küchenausstattung mit Geschirr, Tassen, Besteck und Tellern ist mit dabei und kann platzsparend hervorragend verstaut werden. Zusätzliche Lebensmittel, die nicht gekühlt werden müssen, finden in der integrierten Küchenzeile ebenso Platz. 

Mietkunden profitieren Dank der eigenen kostenlosen CITYPEAK App von einer speditiven Übernahme, da alle Fahrzeugfunktionen in Kurzvideos und ohne Roaminggebühren jederzeit angeschaut werden können. Dank dem Gepäcklastenauszug im Heck lässt sich das Gepäck bequem per Knopfdruck wie auf einer Schublade herausziehen. Unser Gepäck laden wir in mit Deckel verschliessbare persönlich mitgebrachte Plastikboxen. Jede Person hat so seine eigene Kleidung immer gut zugänglich mit dabei. Mit einem Freiheitsmobil unterwegs zu sein heisst jedoch nicht, ausschliesslich selbst zu kochen. Schönere Kleidung für Restaurantbesuche hängen wir deshalb an Bügeln im Kleiderschrank im VW Camper auf. 

Unser VW Bus bietet dank zusätzlichen und verbesserten Komfortmatratzen einen guten Schlafkomfort für bis zu vier Personen an. Das Dach lässt sich in Fahrrichtung nach oben hin öffnen. Im Obergeschoss finden zwei Personen guten Schlafkomfort. Die Rückbank lässt sich mit wenigen Handgriffen ebenso in ein bequemes Doppelbett verwandeln und der Innenraum hervorragend verdunkeln, so dass kein Licht von aussen reindringen kann.

VW-Camper-auf-Campingplatz-San-Marino
VW-Camper-auf-Campingplatz-San-Marino
Als Nomaden im VW Camper unterwegs
Campingplatz-Lago-Pusiano
Campingplatz-Lago-Pusiano
VW Camper - Zuhause für 4 Personen
VW-Camper-auf-Campingplatz-San-Marino
Unsere Route mit dem Camper

Tag 1:
Abfahrt aus der Schweiz

Der verfrühte Wintereinbruch verlockt nicht dazu, in der Schweiz zu campieren. Via San Bernardino geht’s nach Eupilio, einer norditalienischen Gemeinde in der Provinz von Como, wo wir auf dem Drei-Sterne-Campingplatz Class direkt am kleinen Lago Pusiano die erste Nacht verbringen.

Tag 2 bis 3:
Rimini, San Marino

Nach dem Frühstück mit Blick auf spiegelglatten See geht’s weiter südwärts. Unser Ziel ist das bekannte Rimini. Rimini gehört im Sommer nach wie vor zu den beliebtesten und bekanntesten Ferienorten der Adriaküste. Im Herbst geht es hier gemächlich zu und her. 15 Kilometer Sandstrand, eine elegante Altstadt, Flaniermeilen und nur wenige Touristen. Der helle und allerfeinste Sandstrand fällt flach ins Wasser ab und lädt zu langen Strandspaziergängen ein.  

Als reise- und entdeckerhungrige Familie reizt uns natürlich der Besuch von San Marino, der kleinsten und ältesten Republik der Welt. Sie liegt nur 20 Kilometer landeinwärts von Rimini. Dieser Zwergstaat ist vollständig von Italien umgeben. Obwohl San Marino nicht zur EU gehört, wird hier mit Euro bezahlt.  Die gleichnamige Hauptstadt ist definitiv das Highlight des 61,2km² grossen Kleinstaats mit seinen 30’000 Einwohnern. Um sich das besser vorstellen zu können: von Norden nach Süden beträgt die Ausdehnung gerade einmal 12 Kilometer! Majestätisch thront die Altstadt San Marinos mit dem historischen Zentrum an den Hängen des Monte Titano – kein Wunder gehört sie zum UNESCO Weltkulturerbe.  

Auf dem sehr gepflegten, terrassierten Camping Village Centro Vaccanze San Marino (4-Sterne-Camping) in Cailungo suchen wir uns einen von Bäumen umringten Stellplatz aus. Vom Campingplatz gelangt man in wenigen Minuten per E-Bike, Bus oder wie wir mit dem Camper direkt vor die Tore der Altstadt. Im Herbst findet man problemlos Parkplätze. 

Durch das Stadttor „San Francesco“ treten wir in die Altstadt mit mittelalterlichen Strassen, Häusern, Palästen, Plätzen und Kirchen. Die drei Wehrtürme Guaita, Cesta und Montale aus dem 11. Jahrhundert sind durch die begehbare Festungsmauer verbunden. Wir spazieren gemütlich auf dem Höhenpfad von Turm zu Turm und geniessen die Aussicht auf das Meer und das Umland. Die Basilika San Marino wurde im 19. Jahrhundert im klassizistischen Stil erbaut und ist eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten des Landes. Die Besichtigung innen lohnt sich und ist kostenlos. Aber Achtung: mit kurzer Hose bzw. kurzem Rock und/oder freien Schultern wird einem der Zutritt üblicherweise verwehrt. 

San Marino hat intensive politische Anstrengungen unternommen, um die kleine Republik mit dem umliegenden Italien besser zu verbinden. Sehenswert und deshalb geschichtlich spannend ist die elektrische Eisenbahn, welche San Marino ab 1932 mit Rimini verband. Am 26. Juni 1944 beschädigten intensive alliierte Bombardements Teile der Strecke – die Wiederinbetriebnahme misslang. Die insgesamt 17 Tunnels dienten über 100’000 Italienern Schutz vor den Luftangriffen.

Tipps vom Traveller

Tipp vom Traveller:

Wer seinen Reisepass mit dabei hat, kann sich übrigens in der Touristeninformation für 5 Euro einen Stempel von San Marino abholen. Ein tolles Souvenir!

San-Marino-auf-der-Campingbusreise-besuchen
San-Marino-auf-der-Campingbusreise-besuchen
Drei Ladies über den Dächern von San Marino
Flagge-San-Marino
Flagge-San-Marino
Flagge San Marino
San-Marino-einfach-mit-VW-Bus-zu-bereisen
San-Marino-einfach-mit-VW-Bus-zu-bereisen
San Marino - älteste und kleinste Republik der Welt
San-Marino-auf-der-Campingbusreise-besuchen

Tag 4 bis 7:
Pilgerort Loreto, San Benedetto del Tronto, Roseto degli Abruzzi, Citta Sant’Angelo 

An Ancona vorbei gelangen wir südwärts zum Pilgerort Loreto. Das eindrucksvolle Städtchen Loreto, nicht weit von der Adriaküste gelegen, ist eine der bedeutendsten Marienwallfahrtsorte der Welt. Die Stadt lebt von den Tausenden von Pilgern, die jedes Jahr aus der ganzen Welt hierherkommen. Die grosse Kuppel des Sanctuario della Santa Casa sieht man im Umkreis von vielen Kilometern, sie beherrscht das Landschaftsbild. Die Statue der Schwarzen Madonna von Loreto im Santa Casa selbst ist eine Kopie des Originals, das 1921 durch ein Feuer zerstört wurde. Gleichzeitig ist die Schwarze Madonna auch eine Schutzheilige der italienischen Luftwaffe. Die Piazza della Madonna ist ein eleganter Platz mit einem schönen Barockbrunnen, welcher beidseitig umgeben ist von den Arkaden des Palazzo Apostolico aus dem 16. Jahrhundert. 

San Benedetto del Tronto ist ein beliebter Badeort mit einer ereignisreichen Historie und einem geschäftigen Fischerhafen. Ein charmantes Altstadtviertel und der aus dem Mittelalter stammende Turm erhebt sich am höchsten Punkt der Stadt. Die Palmen gesäumte Küstenpromenade lädt zum Spazierengehen ein mit prächtigem Blick auf das Meer. Im Sommer wimmelt es hier von Touristen, im Herbst kann man die Ruhe geniessen, allerdings haben in dieser Zeit auch nur noch wenige Restaurants und Bars geöffnet. 

Die Stadt Roseto degli Abruzzi ist auch unter dem Namen Lido delle Rose bekannt. Sie liegt direkt an der Küste und besitzt seit 1999 die Blaue Flagge für erstklassige Wasserqualität. Eines der Highlights ist definitiv der herrliche, flach abfallende, rund 10 Kilometer lange Sandstrand, der nicht nur bei Familien überaus beliebt ist. Nebst dem schönen Meer zieht die reizvolle Hügellandschaft, u.a. das Landschaftsschutzgebiet Riserva Naturale del Borsacchio, Naturliebhaber an. 

Der grosse Eurocamping Village Campingplatz in Roseto degli Abruzzi ist gut besucht, da entlang der Küste im Oktober nur noch wenige Campingplätze geöffnet haben. Die mit vielen Bäumen gesäumte Anlage bietet einen Swimmingpool, Restaurant und Laden. Parallel zum Strand verläuft ein gut ausgebauter Radweg, der entspannte Touren in beide Richtungen ermöglicht. Ein idealer Platz, um einige Nächte zu bleiben und zu geniessen. Im Ort vermittelt die Strandbar Vela selbst im Herbst ein tolles Ambiente. Die Sonnenschirme spenden den nötigen Schatten, damit entspannt ein Buch gelesen werden kann und man sich vom Sandburgen bauen erholen kann.  

Einen lohnenden Tagesausflug lässt sich nach Città Sant’Angelo unternehmen. Dieses unscheinbare Dorf liegt in den Hügeln, 325 Meter über dem Meeresspiegel und 18 Kilometer von der Stadt Pescara entfernt. Das US-amerikanische Wirtschafts- und Finanzmagazin Forbes wählte 2018 die Ortschaft zu einem der zehn lebenswertesten Orte der Welt und nannte es „eine Ecke des Paradieses, Italiens bestgehütetes Geheimnis“. Architektonische Schätze von grossem Wert und Ausblicke auf die Adria und die höchsten Berge des Apennins machen diesen Ort zu einem beliebten Ziel für Touristen. Man spricht auch von der grünen, ruhigen Stadt des Weins und des Öls. Eines der wichtigsten Monumente der abruzzischen Architektur ist die Kirche San Michele Arcangelo. Das heutige Bauwerk wurde im Jahr 1200 errichtet und 1353 zur Stiftskirche erhoben. Die Kirche steht im Anfangsbereich des alten Stadtkerns auf einem früheren Bau, der wahrscheinlich aus dem 8. oder 9. Jahrhundert stammt.

Kulinarisches

Aus den Weinbergen rund um Roseto degli Abruzzi stammen die Trauben für den Montepulciano d’Abruzzo Colline Teramane, dem einzigen DOCG-Wein der Region Abruzzen. Dieser passt wunderbar zu den typisch lokalen Gerichten wie z.B. Maccheroni alla Chitarra oder Pappicci al Pomodoro. Mmmmhhh… Buon appetito! 

Strand-Roseto-degli-Abruzzi-mit-Camper-bereisen
Strand-Roseto-degli-Abruzzi-mit-Camper-bereisen
Strand in Roseto degli Abruzzi
Basilika-vom-Heiligen-Haus-Loreto-roadtrip-VW-Camper
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Basilika vom Heiligen Haus in Loreto
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Tag 8:
L’Aquila, Rom

Wir durchqueren den Stiefel Italiens von Ost nach West und machen den ersten Halt in
L’Aquila. L’Aquila ist die Hauptstadt der Region Abruzzen und liegt im Tal des Aterno, beinahe genau zwischen den Städten Rom im Westen (116 Kilometer entfernt) und Pescara im Osten (108 Kilometer entfernt). Dieser Ort erlangte traurige Berühmtheit, als 2009 rund 300 Menschen bei einem zerstörerischen Erdbeben ihr Leben verloren haben. Die Stadt ist wieder aufgebaut, aber überall sind noch «Stahl- und Holzkorsette» sichtbar, um alte Gebäude zu stützen, deren Struktur nicht mehr stabil genug ist. Die Stadt ist lebendig und auch bekannt für die gute Küche der Abbruzzen.
 
 
Nach einer weiteren Fahrstunde erreichen wir Rom. Der Flaminio Village Camping (4 Sterne) können wir bestens empfehlen. Schattenspendende Bäume, sehr gepflegte sanitäre Anlagen und die nahe gelegene Metrostation sind gute Argumente für diesen Campingplatz. 

Tag 9 bis 11:
Rom 

Unsere Erwartungen an Rom sind gross. Gefährlich, denn oft werden zu hohe Erwartungen enttäuscht. Rom jedoch übertrifft alles! Ein kultureller und historischer Höhepunkt jagt den nächsten und das Auge ist vor lauter Reizen überfordert. Als weit und viel gereiste Personen wissen wir es dabei umso mehr zu schätzen, dass man selbst in unmittelbarer Nähe zu den touristischen Sehenswürdigkeiten kulinarisch hervorragende Restaurants mit sehr gutem Preis-/Leistungsverhältnis finden kann. Rom – eine Stadt für alle Sinne.

Mit der Metro gelangen wir vom Campingplatz nach fünf Haltestellen mitten in die Stadt. Unseren VW Camper lassen wir unbesorgt auf dem Campingplatz stehen im Wissen, dass wir uns am Abend auf ein vorbereitetes Bett im «Hotel California» freuen können! 

Rom fühlt sich an wie ein Spaziergang durch ein gigantisches Freilichtmuseum. In der Gegend zwischen Vatikan im Westen, dem Villa-Borghese-Park im Norden, dem Kolosseum im Süden und dem Hauptbahnhof Termini schlendern wir in den nächsten Tagen entlang der typischen Sehenswürdigkeiten (Kolosseum, Petersdom, Forum Romanum, Trevi-Brunnen, Spanische Treppe, Pantheon, Piazza Navona…). Wer die Füsse schonen will, kann in einem „Hop on – Hop off Bus“, einem E-Trottinett oder bei einer Stadttour im Fiat 500 im Vintage-Stil die Stadt erkunden. Wir entscheiden uns für die sportliche und umweltfreundliche Tour „per pedes“. Vorteil: zu Fuss sieht man noch mehr und man kann jederzeit problemlos an einer der zahlreichen Gelaterias einen Stopp einlegen.  

Toll, dass unsere beiden Teenager kürzlich das römische Reich in der Schule thematisiert haben, so waren sie zum einen sehr interessiert, sich vor Ort alles anzusehen, und wir können unser geschichtliches Wissen etwas auffrischen. Was wir leider zu spät entdeckt haben: es wird eine Food Tour durch Rom angeboten, sozusagen Sightseeing verbunden mit lokalen Spezialitäten und Kultur, geführt durch einen lokalen Guide. Roma – ci vediamo presto! 

Kulinarisches

Rom:

Antica Trattoria Angelino, Piazza Margano 37, Rom 
https://de-de.facebook.com/pg/anticatrattoriaangelino/photos/ 
 
Ristorante Abruzzi, Via del Vaccaro 1, Rom 
Wer die ehrliche italienische Küche mag, schätzt dieses Restaurant mit fairem Preis-/Leistungsverhältnis. 
 
Ristorante Le Galline, Via Cesare Beccaria 
Abseits der grossen Touristenströme in einer Seitenstrasse unweit des Bahnhofs Flaminia finden Geniesser unseren Restaurant-Geheimtipp, das Ristorante Le Galline. 
https://www.legallineincucina.it 

Nicht zu vergessen: Mitten in Rom das kleinste Land der Welt – der Vatikan. Der Besuch des Vatikans ist ein absolutes Muss. Die künstlerische und architektonische Bedeutung des Ortes macht den Vatikan zu einem der meistbesuchten Orte der Welt, unabhängig von religiösen Überzeugungen. Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir den Vatikan fast menschenleer angetroffen. Normalerweise muss man mit Warteschlangen rechnen, darum sollte man Eintrittskarten vorgängig über eine offizielle Website buchen (nicht den Strassenverkäufern trauen) und daran denken, sich ordentlich zu kleiden, damit man beim Eintritt keine Probleme hat. Schultern, Knie und Ausschnitt müssen bedeckt sein, wenn man die religiöse Stätte besuchen will. Das Wochenende gilt es zu meiden und am Besten verbringt man hier die frühen Morgenstunden. Ebenso lohnt sich ein Besuch nach dem Eindunkeln – die Museen und die Basilika sind zwar geschlossen, aber die beleuchteten Gebäude und menschenleeren Strassen sind reizvoll. Wer mit etwas Glück den Papst sehen möchte und die Menschenmengen nicht scheut, kann sich am Sonntagmittag oder Mittwochnachmittag auf dem Petersplatz versammeln. Der Segen dauert weniger als 30 Minuten; es empfiehlt sich früh anzureisen und den Tagesplan zu studieren.

Tipp vom Traveller

Wer einen historischen Ort der Ruhe etwas ausserhalb Roms bestaunen möchte, dem empfehlen wir den Abstecher in den Parco degli Acquedotti.Der Name leitet sich ab von den Überresten sieben römischer Aquädukte, die sich auf dem Gelände befinden und Rom in der Antike mit Wasser versorgt haben. Der Park bietet vor allem bei tiefstehender Sonne eine schöne Kulisse. Ideal für Fahrradtouren oder Spaziergänge. In nächster Nähe liegt hier das bekannte Viertel Quadraro – ein Muss für Liebhaber zeitgenössischer Street Art. Wandbilder von internationalen Strassenkünstlern dekorieren hier die etwas heruntergekommenen Gassen.

Forum-Romanum-Rom-Reise-im-VW-Camper-ab-Schweiz
Forum-Romanum-Rom-Reise-im-VW-Camper-ab-Schweiz
Forum Romanum in Rom
Rom-Blick-Vatikanstadt-Reise-im-VW-Camper
Rom-Blick-Vatikanstadt-Reise-im-VW-Camper
Rom mit Blick auf Vatikanstadt
Vatikanstadt-Reise-im-VW-Camper
Vatikanstadt-Reise-im-VW-Camper
Vatikanstadt
Rom-mit-VW-Camper-bereisen
Rom-mit-VW-Camper-bereisen
Rom mit dem Altar of the Fatherland
Trevi-Brunnen-Rom-mit-VW-Campingbus-besuchenn
Trevi-Brunnen-Rom-mit-VW-Campingbus-besuchenn
Trevi Brunnen in Rom
Kolosseum Rom mit VW T6 Campingbus entdecken, Camperferien Italien mit Familie, CITYPEAK Campers
Kolosseum Rom mit VW T6 Campingbus entdecken, Camperferien Italien mit Familie, CITYPEAK Campers
Kolosseum in Rom
Brunnen-Rom
Brunnen-Rom
Brunnen im Garten der Villa Borghese in Rom
Piazza-del-Popolo-Rom
Piazza-del-Popolo-Rom
Piazza del Popolo in Rom
Trevi-Brunnen-Rom
Trevi-Brunnen-Rom
Trevi Brunnen in Rom
Altar-of-the-Fatherland
Altar-of-the-Fatherland
Altar of the Fatherland in Rom
Abendstimmung-Rom
Abendstimmung-Rom
Abendstimmung im Botanischen Garten Villa Borghese in Rom
Restaurant-Rom-mit-VW-Camper-ideal
Restaurant-Rom-mit-VW-Camper-ideal
Ristorante Le Galline in Rom - Tipp abseits der Touristenmassen
Vatikan
Vatikan
Petersdom in Vatikanstadt
Forum-Romanum-Rom-Reise-im-VW-Camper-ab-Schweiz

Tag  12:
Thermen in Cascate del Mulino, Follonica 

Nach rund 2 ½ Fahrstunden erreichen wir die Grenze zur Toskana. Im Dorf Saturnia sprudelt seit über 3’000 Jahren warmes Thermalwasser aus dem Gestein hervor. Schon die Etrusker sahen in den dampfenden Quellen einen magischen Ort, spätestens seit den Römern werden dem Wasser Heilkräfte zugeschrieben. In diesem kuriosen Gebilde aus Wasserfällen und natürlichen Sinterbecken finden das ganze Jahr Badegäste zum kostenlosen Thermalbaden ein. Der Schwefelgeruch ist nicht intensiv, allenfalls ist dieser im heissen Sommer dominanter. Das warme Thermalwasser ist für eine ganze Reihe von chronischen Krankheiten heilend (Hautkrankheiten, Arthrose, Knochen- und Muskelprobleme, Atemwegserkrankungen u.v.m). Wir geniessen den herrlich geheizten Pool für zwei Stunden und fahren danach noch ein Stück nordwärts nach Follonica.  
 
Der feinkörnige, helle Sand am Strand von Follonica gehört zu den beliebtesten Stränden der südlichen Toskana. Seit dem Jahr 2000 weht die «Blaue Flagge» jeden Sommer über diesem Stand. Auf einem Campingplatz quartieren wir uns mit unserem VW Bus ein und verköstigen uns im Campingrestaurant. 

Thermen-Follonica-einfach-mit-Campingbus-zu-erreichen
Thermen-Follonica-einfach-mit-Campingbus-zu-erreichen
Thermen in Cascate del Mulino, Follonica
Therme
Entspannung im warmen Thermalwasser
Thermen-Follonica-einfach-mit-Campingbus-zu-erreichen

Tag 13:
San Vincenzo, Cremona

Fahrt mit unserem Camper Richtung Norden. Ein Kaffeestopp in San Vincenzo, einem recht kleinen aber überaus charmantem Badeort in der Provinz Livorno, das zur Cittàslow-Bewegung gehört. Während in vielen anderen Touristenorten die neusten Trends und Schnelllebigkeit im Vordergrund stehen, setzt San Vincenzo auf Lebensqualität und Entschleunigung. Auch die kulinarischen Genüsse werden hier hochgehalten. So befindet sich hier mit dem «Gambero Rosso» eines der besten Restaurants Italiens. Vor allem Freunde von Meeresfrüchten und anderen regionalen Spezialitäten kommen hier auf ihre Kosten.  

Nur 80 Kilometer südöstlich von Mailand überrascht uns die Stadt Cremona durch ihre Tradition im Geigenbau. Namen, wie Stradivari, Amati und Guarneri machten die Stadt berühmt. Im mittelalterlichen Zentrum an der Piazza del Comune stammen die Gebäude vorwiegend aus dem 13. bis 14. Jahrhundert. Ein Spaziergang beim letzten Sonnenlicht entlang des Po-Flusses führt uns zum Restaurant Dordoni, das seit 1964 Gäste bewirtet. Hier werden die weltgrössten Pizzen gefertigt – das Restaurant ist auch von Einheimischen gut besucht, ein positives Zeichen. Unweit davon übernachten wir auf einem preiswerten Campingplatz.

San Vincenzo
San Vincenzo
Cremona
Cremona - weltbekannt wegen des Geigenbaus
Cremona
Piazza del Comune in Cremona
Variante bei weniger Zeit: Wahlweise Rom oder die Adriaküste

Wer nur 1 Woche Ferien hat, kann wahlweise die Adriaküste bis Roseto degli Abruzzi oder Rom am tyrrhenischen Meer in je rund 8 Fahrstunden erreichen. 

Reiseplanung mit dem VW California

Es ist immer wieder erstaunlich wie unkompliziert und einfach wir unsere Reiseplanung mit dem VW Bus angehen. Früher, als wir unsere Ferien ausschliesslich in Hotels verbrachten, haben wir vorgängig jeweils stundenlang recherchiert, die Routen bis ins Detail geplant und diese zum Teil auch den gewählten Unterkünften nach gerichtet. Manchmal hatten wir Glück und das Wetter spielte mit – Überraschungen erlebten wir aber immer wieder und die Reiseerlebnisse wurden durch schlechtes Wetter getrübt. Wir kennen das alle. 

Seit wir mit unserem VW Camper unterwegs sind, sehen wir diesbezüglich drei grosse Vorteile. Erstens fällt diese vorgängige Detailplanung weg. Wer das gerne möchte, kann es tun, zwingend ist es aber nicht. Zweitens haben wir viel mehr Sonnenschein und angenehmes Wetter in unseren Ferien, als mit vorgängigen Unterkunftsreservationen. Sonniges Wetter war schon immer ein entscheidender Faktor für «schöne Ferien». Unsere Routenplanung wird durch die Wetterprognose stark mitgeprägt. Unser Vorgehen: Bereits einige Wochen vorher besprechen wir mögliche Wunschdestinationen, damit diese gedanklich in uns reifen können und die Vorfreude auf den Roadtrip steigt. Eine Entscheidung fällt jedoch zwischen einem bis drei Tagen vor Abreise. So prüfen wir mit einer gängigen Wetter App (z.B. WeatherPro) wie die Wetterprognose auf die nächsten sieben Tage hinaus für die zwei bis drei möglichen Wunschdestinationen vorausgesagt wird (mit der Bezahlvariante ist eine Prognose auf zwei Wochen hinaus sichtbar). Wir einigen uns auf die Wunschdestination, was die einzuschlagende Himmelsrichtung vorgibt. Mehr braucht es nicht. Gepackt wird dann nach Wetterprognose und Reisedestination. Selten fahren wir mehr als drei bis vier Stunden am Stück – der Weg ist bekanntlich das Ziel, und unterwegs gibt es Überraschendes zu entdecken und zu erleben. Wenn der Weg schön ist, dann fragen wir uns auch nicht, wohin er exakt führt. So einfach ist das. Die schönsten Erlebnisse sind oft die unerwarteten.  

Und Campingplätze – die müssen doch im Voraus reserviert werden? Weit gefehlt! Seit Jahren reisen wir mit schulpflichtigen Kindern zu jeder Jahreszeit und in unterschiedlichste Himmelsrichtungen. Noch nie haben wir für unseren Roadtrip im Voraus Camping-Reservationen getätigt. Und da sehen wir den dritten grossen Vorteil – die Flexibilität. Während im Alltag jeder Tag mit Terminen vollgepackt ist, schätzen wir insbesondere die Flexibilität und das «in den Tag hineinleben». Das Angebot an Übernachtungsorten ist gross, und mit dem Campingtrend steigt nicht nur die Anzahl der Camper, Wohnwagen und Zelte, sondern auch das Übernachtungsangebot. Ob Stadt oder Land, Meer oder Berge – insbesondere dank den kompakten Fahrzeugmassen lässt sich an jedem noch so herrlichen und beliebten Platz immer noch ein Plätzchen auftreiben. Sei dies auf einem klassischen Campingplatz, auf einem offiziellen Stellplatz, einem kleinen naturnahen Bauernhofcamping oder dank einem Geheim-Tipp von Einheimischen an erlaubten öffentlichen Plätzen.

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Nicole Jenzer, VW Camper mieten Schweiz, Citypeak Campers
Autor: Nicole Jenzer
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